4 Fehler, die man laut Erbrecht Schweiz beim Testament verfassen vermeiden sollte

Natürlich möchte niemand gerne über den eigenen Tod nachdenken. Jedoch ist es vor allem für die Angehörigen ein Aufwand, das Hab und Gut des Verstorbenen sinnvoll aufzuteilen. Man selber weiss doch am besten darum Bescheid, was man besitzt und so geht das Ganze für alle Beteiligten nach der Testament-Vorlage hoffentlich ein wenig weniger streit- und stressintensiv von statten.

Hat man sich nun die Mühe gemacht und ein Testament erstellt, wäre es natürlich schade darum, wenn es wegen eines lästigen Fehlers sich dann bei der Testament-Vorlage als ungültig herausstellt. Damit das Testament laut dem Erbrecht Schweiz gesetzliche Gültigkeit besitzt, gilt es bestimmte Fehler zu umgehen. Das Erbrecht Schweiz ist kompliziert und im Zweifel setzt die gesetzliche Erbfolge ein. So kann es schnell passieren, dass geliebte Menschen, zu denen jedoch keine Verwandtschaft besteht nicht bedacht werden. Oder man möchte mit dem Testament spenden.

Friedliche Testament-Vorlage

Handschriftlich angefertigt und unter Beachtung der Formvorschriften

Auch wenn der Computer einen immer wichtigeren Stellenwert, im Leben der meisten Menschen einnimmt, darf ein Testament nicht mit diesem angefertigt werden. Nach wie vor muss laut dem Erbrecht Schweiz ein Testament handschriftlich verfasst werden.

Besonders die Tatsache, dass sich online diverse Testament-Vorlagen finden, führt die Menschen zu dem Glauben, dass eine mit dem PC erstellte Version ausreichend wäre. Dies ist ausdrücklich nicht der Fall. Natürlich würde ein, auf diese Art verfasstes Testament besonders bei unleserlichen Handschriften durchaus Sinn machen. Jedoch wird es in der Schweiz nicht als vollwertiges und damit gültiges Testament anerkannt.

Es ist jedoch erlaubt, in diesen Fällen neben dem eigentlichen handschriftlichen Testament noch eine PC Version anzufertigen. Sollte es zu Zweifeln, aufgrund der mangelnden Leserlichkeit kommen, kann so nachgelesen werden, was der Verfasser genau aufgeschrieben hat. Solange beide Versionen inhaltlich identisch sind, ist gegen ein solches Vorgehen nichts einzuwenden.
Auch die üblichen Formvorschriften müssen eingehalten werden. Dazu zählt, dass jede Seite des Testaments unterschieben sein muss. Diese Unterschrift muss handschriftlich erfolgen und ist immer unterhalb des Textes zu setzen. Auch das Datum muss notiert werden, denn auch dabei handelt es sich um eine Gültigkeitsvoraussetzung.

Deutlich den Willen formulieren

Viele Erblasser machen außerdem den Fehler, dass sie sich in ihrem letzten Willen nicht klar ausdrücken. Je deutlicher der eigene Wille formuliert wird, desto wahrscheinlicher ist die Gültigkeit des Testaments. Das gilt auch für Testament Spenden. Es sollte keine Bezeichnung benutzt werden, welche dem allgemeinen Volksmund nicht geläufig ist, auch wenn der Erbe sie durchaus versteht. Deshalb sollten Spitz- oder Kosenamen nicht verwendet werden. Nach dem Tod des Erblassers könnte es zu Meinungsverschiedenheiten kommen, wer nun genau gemeint ist. Deshalb sollte immer der vollständige Name, also der Vor- und auch der Nachname genannt werden. Wird das Erbe auf mehrere Personen aufgeteilt, sollte die Verteilung so deutlich wie möglich den einzelnen Personen zugeordnet werden.

Einen Ersatzerben festlegen

Es könnte sich der Fall ereignen, dass der Erblasser seinen Erben überlebt oder dass das Erbe nicht angetreten werden kann oder möchte. Deshalb sollte immer ein Ersatzerbe eingetragen werden. Nach dem Erbrecht Schweiz greift ansonsten die gesetzliche Erbfolge.